DI Horst Leitner

Büro für Wildökologie und Forstwirtschaft e.U.

Anton-Gassner-Weg 3

9020 Klagenfurt am Wörthersee

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Wildökologische Regionalplanung Gerlitzen-Mirnock

Projektstand aktuell

Das Projekt "Wildökologische Regionalplanung Gerlitzen - Mirnock" wurde im Mai 2019 von der Agrarmarkt Austria genehmigt. Die genauen Projektinhalte und Ziele sind weiter unten beschrieben. Hier soll der jeweils aktuelle Projektstand und die laufenden Arbeiten monatlich aktualisiert dargestellt werden. Für Rückfragen stehen BJM Wolfgang Oswald als Projektkoordinator oder Horst Leitner als Projektbearbeiter gerne zur Verfügung.

Ausblick für die nächsten Wochen

Zwei weitere Fallen für den Rotwildfang sollen errichtet werden. Die restlichen Standorte für die Fotofallen werden ausgewählt. Geplant ist weiters eine Rotwildzählung bei den Fütterungen am 17.1. und am 7.2.2019. Nähere Informationen erfolgen nach der nächsten Steuerungsgruppensitzung am 13.1.2019 durch die Vertreter aus den Hegeringen und an dieser Stelle.

Das Projektteam wünscht einen besinnlichen Advent, schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

November 2019

Wie geplant wurden 50 Vergleichsflächenzäune errichtet und die Vegetation auf den gezäunten und ungezäunten Flächen erhoben. Mit dem Bau von zwei Rotwildfallen wurde begonnen. Die Ausnahmegenehmigungen für den Fang wurden beim Amt der Kärntner Landesregierung beantragt. 24 von 30 Fotofallenstandorten wurden fixiert und mit Hilfe der Jäger zum Teil schon installiert.

Eine Steuerungsgruppe wurde eingerichtet. Sie bespricht und diskutiert das aktuelle und künftige Geschehen im Projekt.

Sie besteht aus Projektinitiator, Antragsteller, Projektbearbeiter, Landesforstdirektion, Landeswildökologen, Vertreterin der Landwirtschaftskammer Kärnten und 1 bis 3 Vertretern aus den betroffenen Hegeringen.

Am 12.11.2019 fand eine Informations- und Diskussionsveranstaltung seitens der Gemeinde Afritz am See und Feld am See zum Projekt im Kultursaal in Afritz am See statt. Die Einladung erging an Jagdausübungsberechtigte, Jäger, Mitglieder der Jagdverwaltungsbeiräte, Mitglieder der Gemeinderäte sowie an die Bezirksforstinspektion.

Oktober 2019

Die Zäune für die Vergleichsflächen werden errichtet. Direkt im Anschluss erfolgt die Ersterhebung. Gleichzeitig wird mit den jeweiligen Jagdausübungsberechtigten Kontakt aufgenommen und die Installierung von 30 Fotofallen im Untersuchungsgebiet besprochen.

Zusätzlich werden vier Standorte für die Besenderung von insgesamt 20 Stück Rotwild gesucht.

 

September 2019

Erste Vorbereitung für die Errichtung von 50 Vergleichsflächen (gezäunte und ungezäunte Flächen mit 6 mal 6 Meter) werden getroffen. Der Kontakt mit den Grundeigentümern wird hergestellt.

 

Mai - September 2019

Gemeinden, Hegeringe, Jagdgebiete werden über die Genehmigung informiert.

 

Mai 2019

Das Förderprojekt wird von der Agrarmark Austria genehmigt.

Inhalt und Ziele

Ziel des Projekts ist es, ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis und damit stabile Wälder und gesunde Wildpopulationen zu erhalten bzw. zu erlangen.

Durch die Betrachtung der Wald-Wild-Situation auf insgesamt 32.000 ha in sieben Gemeinden und in über 60 Jagdgebieten kann man den Ansprüchen des großräumig lebenden Rotwildes besser gerecht werden und gemeinsame Managementstrategien entwickeln. Das Projekt entspricht den Zielen des Forst- und Jagddialogs und kann mit der gewählten Untersuchungsraumgröße auf regionaler Ebene durch die Beteiligung der Hauptakteure gute Wirksamkeit entfalten.

„Wildökologische Regionalplanung Gerlitzen-Mirnock“ - Projektkurzbeschreibung

 

Initiator, Koordinator, Ansprechpartner

 

Ing. Wolfgang OSWALD

Heimatweg 7

9241 Wernberg


Tel.: 0664/5112807

Mail: woswald@a1.net


Antragstellung

Die Antragstellung erfolgte von einem privaten Grundeigentümer

Projektpartner

Landesforstdienst Kärnten

Gemeinden Treffen, Arriach, Afritz, Feld am See, Ferndorf, Fresach, Weissenstein und Stadtgemeinde Villach

 

Geplante Projektpartner

Österreichische Bundesforste AG

Landwirtschaftskammer Kärnten

 

Inhalt

1       Einleitung und Problemstellung. 3

2       Projektziele. 3

3       Inhalte. 4

3.1         Fragestellungen. 4

3.2         Faktencheck. 4

3.3         Konzept. 5

3.4         Kommunikation. 5

4       Teilvorhaben. 5

4.1         Teilvorhaben 1 - Projektmanagement/Evaluierung. 5

4.2         Teilvorhaben 2 - Faktencheck. 5

4.2.1          Arbeitspaket 1 - Rotwildmonitoring mittels dreier verschiedener Methoden. 5

4.2.2          Arbeitspaket 2 - Jagdmonitoring. 6

4.2.3          Arbeitspaket 3 - Waldzustandsmonitoring. 6

4.2.4          Arbeitspaket 4 - Besuchermonitoring. 6

4.3         Teilvorhaben 3 - Konzept und Kommunikation. 7

4.3.1          Arbeitspaket 1 - Gemeinschaftliche Konzepterstellung. 7

4.3.2          Arbeitspaket 2 - Gemeinschaftliche Kommunikationsseminare im Wald. 7

4.3.3          Arbeitspaket 3 – Information der Öffentlichkeit. 7

5       Umsetzung und Zeitplan. 7

 

 

 

1              Einleitung und Problemstellung

Waldökosysteme reagieren aufgrund ihrer Langlebigkeit besonders sensibel auf (Klima)Veränderungen, wobei neben veränderten Klimabedingungen einseitig dominierende Bewirtschaftung diese Ökosysteme stark treffen. Dieser (Klima)Wandel kann sich daher auf den Verlust der biologischen Vielfalt und der Verschlechterung der Ökosystemdienstleistungen des Waldes auswirken. Eine weitest mögliche Erhaltung und Verbesserung dieser Leistungen bedarf einer Vielzahl von Maßnahmen, u.a. die Darstellung von Änderungen, Information und Handlungsempfehlungen für die WaldbewirtschafterInnen, WaldnutzerInnen und lokalen und regionalen Organisationen. Dies soll im Rahmen eines Pilotprojektes von landesweiter Bedeutung für die wildökologische Planung durchgeführt werden.

Das Gebiet der Gerlitzen und des Mirnocks, welches sich vom Drautal über das Gegendtal bis hin zum Ossiachersee erstreckt, weist seit Jahrzehnten hohe Wildschäden durch Verbiss und Schälung auf, die trotz intensiver Bejagung weiter im Ansteigen begriffen sind. Touristische Beeinflussung (Sommer- und Wintererholungsgebiet Gerlitzen und Mirnock) beunruhigen das Wild zusätzlich. Mangelnde Ruhezonen und –zeiten lösen vor allem beim Hochwild Stresserscheinungen aus, die zur Waldschädigung führen.

Für die hohe Schadensbelastung der Wälder werden von den Akteuren unterschiedliche Ursachen genannt: zu hohe Wildbestände, zu wenig Ruhe für das Wild, schwierige jagdliche Bedingungen, inadäquate Fütterung, wildschadensanfällige Wälder oder unzufriedene Waldeigentümer.

Die durchwegs unterschiedliche Einschätzung der Lage erfordert die Zusammenarbeit von Jägerschaft und Gemeinden sowie Behörden und Grundeigentümern, um gesunde und stabile Wälder mit aufrechten Ökosystemleistungen sowie ein möglichst friktionsfreies Miteinander der Akteure zu erzielen.

Das Projektgebiet umfasst sieben Gemeinden, fünf Hegeringe und 62 Jagdgebiete mit einer Gesamtgröße von 32.400 Hektar. Hinzu kommen noch weit über 1.000 Grundeigentümer.

 

2              Projektziele

Allgemeine Ziele

Die übergeordneten Projektziele sind eingebettet in den Zielen und Inhalten der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, der EU-Biodiversitätsstrategie, der EU-Forststrategie, des Wald- Wild Dialoges (Mariazeller Erklärung) und der Waldstrategie 2020. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert, sowie des Zustandes der europäischen Landschaften und es soll weiters zur Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an seine Auswirkungen dienen. Dies steht im Einklang mit den Zielsetzungen der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel, österreichischen Waldstrategie 2020+ inkl. österreichischem Waldprogramm und der Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+.

Die vorgesehenen Untersuchungen sollen einerseits zur Unterstützung lokaler Akteure und Stakeholder beitragen und andererseits soll in der breiten Öffentlichkeit die nachhaltige Verbesserung des kulturellen und natürlichen Erbes der ländlichen Gebiete und das Umweltbewusstsein als gesellschaftlich anerkannte Werte verankert werden.

Spezielle Ziele

  • Schaffung von Grundlagen für eine funktionierende Kommunikationskultur zwischen den Akteuren über das gesamte Untersuchungsgebiet des Mirnock- und Gerlitzenstocks (Jägerschaft, Behörde, Grundeigentümer, Gemeinden).

  • Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung in Hinblick auf die Ökosystemleistungen inkl. Lebensraumfunktion des Waldes auf lokaler und regionaler Ebene.

  • Gemeinschaftliche Erstellung eines Konzepts für eine optimierte Wald-Wild-Bewirtschaftung (Abschussplanung, Bejagung, Fütterung, forstliche Bewirtschaftung, Tourismus und Freizeitwirtschaft, Landwirtschaft).

  • Ableitung von Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen des Wald-, Wild- und Jagd-Monitorings für regionale und landesweite Anwendungsszenarien.

 

3              Inhalte

3.1      Fragestellungen

Das Rotwildmanagement im Projektgebiet ist mit zahlreichen Unbekannten konfrontiert. Die drängendste Frage ist, wie muss die Rotwildbewirtschaftung aussehen, sodass der Wildeinfluss im Rahmen des landeskulturellen Interesses bleibt und der Wald seine im Forstgesetz festgeschriebenen Funktionen (Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion sowie seine Lebensraumfunktion) entfalten kann? Um diese Frage zu beantworten sind Fakten zu erheben, Konzepte zu entwerfen und Information zugänglich zu machen.

3.2      Faktencheck

  • Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen den Bergstöcken, Mirnock, Wöllaner Nock, Gerlitzen?

  • Welche Rotwilddichte ist im Untersuchungsgebiet vorhanden, welche Dichte wäre landeskulturell tragbar?

  • Wie ist das Geschlechterverhältnis des Rotwildbestands?

  • Wo sind zu welcher Jahreszeit die wesentlichen Einstände des Rotwildes?

  • Welche Vegetation haben die vom Rotwild bevorzugten Einstände?

  • Welche Vegetationstypen werden vom Rotwild zu welcher Jahreszeit bevorzugt aufgesucht?

  • Wie ist die Aktivität des Rotwildes auf Tag und Nacht verteilt?

  • Welche Lenkwirkung hat die Saft- und Raufuttervorlage auf das Wild?

  • Wie wirkt sich der Rotwildbestand auf den Wald aus?

  • Wie wildschadensanfällig sind die Wälder?

  • Welche Belastungen für das Wild entstehen durch Freizeitsportler und Erholungsuchende?

  • Dokumentation der aktuellen Schadenssituation

  • Welche Rolle spielen die Schalenwildarten Reh- und Gamswild beim Verbiss?

3.3      Konzept

Aus den erhobenen Fakten wird ein Konzept abgeleitet, das von den Akteuren und Kooperationspartnern gemeinschaftlich getragen wird. Unter anderem werden folgende Fragen beantwortet:

  • Wie kann im Untersuchungsgebiet die Wildlenkung optimiert werden?

  • Wie kann die Abschussplanung optimiert werden?

  • Wie kann die Bejagung des Rotwildes hinsichtlich Schadensvermeidung und Effizienz optimiert werden?

  • Welche forstlichen Maßnahmen können den Lebensraum für Schalenwild verbessern und die Wildschadensanfälligkeit des Waldes minimieren?

  • Welche Maßnahmen auf dem Gebiet der Freizeit- und Erholungsuchenden können getroffen werden, um die Wildschadensproblematik zu verbessern?

3.4      Kommunikation

Innerhalb des Untersuchungsgebietes soll durch eine transparente und offene Kommunikation die Problematik des Wald-Wild-Mensch Konfliktes minimiert werden. Dazu werden bestehende Kommunikationsstrategien untersucht und neue Kommunikationsmöglichkeiten diskutiert. Der Aufbau einer funktionierenden Kommunikation ist Projektbestandteil und gleichzeitig Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des angestrebten Konzepts.

4              Teilvorhaben

4.1      Teilvorhaben 1 - Projektmanagement/Evaluierung

In diesem Projektteil werden Gesamt-Projektmanagement, das kaufmännische Projektmanagement sowie die Evaluierung zusammengefasst.

4.2      Teilvorhaben 2 - Faktencheck

Die Aufgabenstellung ist komplex und erfordert die Mitarbeit von Jagdausübungsberechtigten, Jägern und Grundeigentümer ebenso wie jene der Jagd- und Forstbehörden sowie der Tourismusverantwortlichen und Gemeinden. Für die Erhebung der Grundlagendaten kommen mehrere Monitoringsysteme zum Einsatz.

4.2.1      Arbeitspaket 1 - Rotwildmonitoring mittels dreier verschiedener Methoden
4.2.1.1        Raum-Zeit-Verhalten

Um das Raum-Zeit-Verhalten des Rotwildes gut nachvollziehen zu können, bietet sich die Methode der Besenderung des Rotwildes mittels GPS-GSM-Halsbandsender an. Angestrebt wird die Besenderung von mindestens 20 Stück Rotwild im Winter 2019/20 an vier bis fünf Standorten am Gerlitzen- und Mirnockstock. Das Raum-Zeit-Verhalten wird in Abhängigkeit von Bejagung, Fütterung, Beunruhigung, Gelände, Vegetation und Witterung beurteilt. 

Die Halsbandsender zeichnen in einem zu definierendem Zeitraum Koordinaten und Aktivität der besenderten Tiere auf. Zusätzlich wird die Halsbandtemperatur gespeichert. Der Standort sowie die Halsbandtemperatur werden nach sieben Lokalisationen an die Bodenstation gesendet. Die Aktivitätsdaten werden im Halsband gespeichert oder mittels Handheld auf bis zu 300 Meter Entfernung zum Tier ausgelesen. Eine Darstellung des Raum-Zeit-Verhaltens mit Hilfe des „Airborne Laserscanning“ des Landes Kärnten ist vorgesehen.

4.2.1.2        Geschlechterverhältnis und Rotwilddichte sowie Tag-Nacht-Aktivität

Die zweite Rotwildmonitoring-Methode erfolgt mit Hilfe von 30 Wildkameras. Sie gibt einerseits Rückschlüsse auf das Rotwildverhalten (Tag-Nacht-Aktivität) und anderseits auf das Geschlechterverhältnis. Werden ausreichend Kameras installiert beziehungsweise im Winter an den Fütterungen strategisch richtig positioniert kann auch die Abschätzung des Rotwildbestandes erfolgen.

4.2.1.3        Wildbestandszählungen an den Rotwildfütterungen

Durch koordinierte Wildbestandszählungen an zumindest drei Tagen im Jänner und Februar werden die Wildbestände nach Geschlecht und soweit als möglich nach dem Alter notiert. Aus den Daten lassen sich Rückschlüsse auf die Populationsdichte und ihr Geschlechterverhältnis ableiten, was zu einer optimierten Abschussplanung führt.

4.2.2      Arbeitspaket 2 - Jagdmonitoring

Die jagdliche Komponente spielt bei der Entstehung oder Vermeidung von Wildschäden eine prominente Rolle. Aus diesem Grund werden die jagdlichen Aktivitäten von Jägern in ausgewählten Jagdgebieten während der Projektlaufzeit dokumentiert.

4.2.3      Arbeitspaket 3 - Waldzustandsmonitoring

Das Waldzustandsmonitoring gibt Aufschluss über den Einfluss des Schalenwildes auf die Vegetation und gleichzeitig Hinweise über die Wildschadensanfälligkeit des Waldes. Das Waldzustandsmonitoring wird in Kooperation der LFD Kärnten und der BFI Villach durchgeführt. Es kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz:

  • Wildschadensflächenkartierung: Der Forstaufsichtsdienst ist nach den Bestimmungen des Forstgesetzes verpflichtet sowohl Schäl- als auch Verbissschäden im Wald zu dokumentieren. Im Zuge dessen sind auch Wildschäden im Untersuchungsgebiet aufzunehmen.

  • WEM-Methode: Das Wildeinflussmonitoring wird in Kärnten durchgeführt. Im Untersuchungsgebiet sollte der Raster für dieses Monitoring verdichtet werden.

  • Vergleichsflächenverfahren: Ca. 50 Weiserflächen sollen Aufschluss über den Wildeinfluss auf die Vegetation geben. Verglichen wird dabei eine gezäunte für Schalenwild nicht zugängliche Fläche mit einer ungezäunten Fläche in unmittelbarer Nähe zur Zaunfläche.

Der Einfluss der Waldtextur auf die Wildschadensanfälligkeit wird mit Hilfe der LiDAR-Daten ermittelt.

4.2.4      Arbeitspaket 4 - Besuchermonitoring

Routen und Aufenthaltsgebiete der Freizeit- und Erholungsuchenden werden untersucht. Dabei werden auf vorhandene Daten der Gemeinden und Erfahrungen der Jäger zurückgegriffen. Die Frequentierung wird in Abhängigkeit der Saison erhoben.

4.3      Teilvorhaben 3 - Konzept und Kommunikation

4.3.1      Arbeitspaket 1 - Gemeinschaftliche Konzepterstellung

Bei der Erstellung eines wildökologischen Detailkonzeptes wirken sämtliche Akteure mit. Die Erfahrungen fließen ins Konzept ein, sodass die Vorschläge für eine verbesserte Vorgehensweise auf breiter Basis mitgetragen werden können.

4.3.2      Arbeitspaket 2 - Gemeinschaftliche Kommunikationsseminare im Wald

Um das nötige Verständnis für die komplexen Wirkungszusammenhänge von Wild, Wald, Jäger und Waldbesucher zu verbessern, werden über die gesamte Projektlaufzeit verteilt Kommunikationsseminare im Wald des Untersuchungsgebietes durchgeführt.

4.3.3      Arbeitspaket 3 – Information der Öffentlichkeit

Des Weiteren ist vorgesehen, dass Informationsveranstaltungen in den Gemeinden und, wenn möglich, im Rahmen der Kärntner Jägerschaft durchgeführt werden. Information über den Stand des Projektes sollen auch im Internet öffentlich zugänglich gemacht werden. Presse bzw. Fachpresse sollen regelmäßig informiert werden.

 

5              Umsetzung und Zeitplan

Für die Umsetzung des Projektes erhielt das Ingenieurbüro DI Horst Leitner, Büro für Wildökologie und Forstwirtschafte e. U. den Zuschlag. Das Büro hat in der Vergangenheit ähnliche Projekte in Österreich und Deutschland umgesetzt und hat langjährige Erfahrung in den Bereichen Jagd, Wildökologie, Forstwirtschaft, Telemetrie, Geographische Informationssysteme und mit der Handhabung von Lidar Daten.

Nach bereits durchgeführten Vorgesprächen mit den unterschiedlichen Zielgruppen startet das Projekt im September 2019. Das Projektende ist im Frühjahr 2022. Ein detaillierter Zeitplan ist in Tabelle 1 ersichtlich.

Für die nächsten Monate sind im Untersuchungsgebiet folgende Schritte geplant:

September/Oktober 2019: Errichtung und Aufnahme von 50 Vergleichsflächenpaaren sowie Installierung von 30 Wildkameras

Winter 2019/20: Errichtung der Rotwildfallen und Fang von ca. 20 Stück Rotwild

Jänner/Februar 2020: Rotwildzählung an Rotwildfütterungen

Wie erwähnt wird der aktuelle Projektstand auf einer noch einzurichtenden Internetseite zugänglich gemacht.

 

 

Wernberg, am 4.9.2019                                                                                               BJM Ing. Wolfgang Oswald